Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Startbereit: Neues Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mittellandkanal / Elbe-Seitenkanal

Datum 05.02.2020

Der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt, Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte (r.), hat heute im Congress-Centrum Hannover das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mittellandkanal / Elbe-Seitenkanal eröffnet.

WSA MLK-ESK WSA MLK-ESK Hans-Heinrich Witte (r.) und Martin Köther, Leiter des neuen WSA Mittellandkanal / Elbe-Seitenkanal

Die rund 750 Beschäftigten sind jetzt zuständig für die mit rund 320 Kilometern längste künstliche deutsche Wasserstraße, den Mittellandkanal (MLK). Zusammen mit den Stichkanälen des MLK - z.B. Hildesheim, Salzgitter, Osnabrück, Linden - und dem Elbe-Seitenkanal (ESK) umfasst das Zuständigkeitsgebiet des neuen Amtes rund 500 Kilometer. Das ist der größte künstliche Wasserstraßenbereich in Deutschland.

Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Das neue Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mittellandkanal / Elbe-Seitenkanal ist jetzt für einen großen zusammen-
hängenden Verkehrsraum zuständig. Die fachliche Kompetenz konzentriert sich auf die künstlichen Wasserstraßen. Ein starkes Amt für ein großes Revier mit besonderen Herausforderungen. Die Nutzer der Wasserstraßen werden davon profitieren.“

Der Mittellandkanal und der Elbe-Seitenkanal sind ein wesentliches Bindeglied für die Anbindung der Deutschen Seehäfen an das europäische Binnenwasserstraßensystem.
Zu den Aufgaben des neuen Amtes zählen u.a. der Neubau der Leitzentrale Minden, der Anschluss von sieben Schleusenanlagen und einem Schiffshebewerk an die Leitzentrale Hannover und die Grundinstandsetzung des Schiffshebewerks Lüneburg.

Das WSA MLK / ESK ist das neunte neu strukturierte Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt, das jetzt im Rahmen der WSV- und Ämterreform gestartet ist. Es geht aus den bisherigen Ämtern Minden, Braunschweig und Uelzen hervor, die als Standorte erhalten bleiben. Hinzu kommt der Standort Hannover mit dem Sitz der Fachstelle für Geoinformation und Geoinformatik.

Leiter des neuen WSA MKL / ESK ist Martin Köther. Er hat zuvor bereits 14 Jahre lang das WSA Uelzen geleitet und parallel dazu in den letzten zwei Jahren auch das WSA Braunschweig.

Martin Köther: „Die Beschäftigten haben bereits in der Vorbereitungsphase standortübergreifend sehr motiviert und konstruktiv bei der Bildung des neuen Amtes zusammengearbeitet. Mit den gebündelten Kompetenzen
werden wir ein starker Dienstleister für unsere Kunden im norddeutschen Wasserstraßennetz sein!“

Die Reform der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV-Reform) ist eine der größten Verwaltungsreformen der vergangenen vier Jahrzehnte. Bundesweit werden 39 Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter zu 17 neuen Ämtern zusammengeführt.

Bereits umgesetzt wurden die Neuorganisation der wasserstraßenbezogenen Aufgaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und die Zusammenlegung der früheren sieben Direktionen zu einer Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt in Bonn. Die Aufgaben und Kompetenzen im Binnen- und Küstenbereich wurden in einer zentralen Behörde zusammengefasst. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der WSV nachhaltig zu steigern.

In den vergangenen beiden Legislaturperioden wurden die Investitionen in den Erhalt und Ausbau der Wasserstraßeninfrastruktur deutlich erhöht. Darüber hinaus wurde die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes mit zusätzlichem Personal für wichtige Investitionsmaßnahmen ausgestattet.