Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Sperrung der Bruecke 307 an der Schleuse Anderten

Ausgabejahr 2020
Datum 22.07.2020

Auf der Zielgeraden! Grundinstandsetzung der Brücke an der
Schleuse Anderten

Die Brücke, die im Zuge der Straße „An der Schleuse“ in Hannover-Anderten die Schleuse quert, wird derzeit einer Grundinstandsetzung unterzogen. Wie die Schleuse selbst steht auch die Betonbrücke aus dem Jahr 1928 unter Denkmalschutz.

Mit dem Beginn der Abbrucharbeiten im Jahr 2016 wurde deutlich, dass die Brücke nicht den Bestandszeichnungen entsprach und die Schadstellen in der Bausubstanz erheblich größer waren als die Voruntersuchungen ergaben.

Hartmut Dost, Fachgebietsleiter Wasserstraßen im Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Mittellandkanal/Elbeseitenkanal: „Wir haben deshalb die Ausführungspläne dem tatsächlichen Baubestand angepasst und den Umfang der Abbrucharbeiten erweitern müssen. Es hat sich gezeigt, dass man bei Sanierungsmaßnahmen an einer gut neunzig Jahre alten Bausubstanz immer wieder mit negativen Überraschungen rechnen muss, die in der Planungsphase, trotz sorgfältiger Voruntersuchungen, nicht ausgeschlossen
werden können. Dies führte dazu, dass die Bauarbeiten zeitweise ruhten, jetzt aber in vollem Gange sind.“

So wurde im September 2019 noch davon ausgegangen, dass die Verkehrsfreigabe im Frühjahr 2020 realistisch sei. Auf Grund einer gutachterlichen Stellungnahme zu den Betonflächen an den Pfeilern und Bögen konnte jedoch das Außengerüst nicht zurückgebaut werden. Dieses führte dazu, dass die Arbeiten am Überbau für die Kappen und Brüstungen nicht fortgesetzt werden konnten und um mehrere Monate verschoben werden mussten.

Nach derzeitigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass die Brücke Ende 2020 wieder für den Verkehr freigegeben werden kann.

„Nach der Verkehrsfreigabe sind dann noch Restarbeiten zu erledigen, die den Verkehr jedoch nicht weiter beeinträchtigen,“ so Dost.