Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Projekt 1
- Grundinstandsetzung Schiffshebewerk Lüneburg

Das Schiffshebewerk Lüneburg wurde 1975 nach 7 Jahren Bauzeit in Dienst gestellt. Mit einer Hubhöhe von 38 m war es seinerzeit das größte Doppelschiffshebewerk der Welt.

Nach nunmehr 35 Jahren Betrieb ist es in die Jahre gekommen und bedarf einer grundlegenden Instandsetzung. Dieses betrifft den Beton genauso wie den Stahl- und Maschinenbau mit seiner Anlagentechnik.

Untersuchungen haben gezeigt, dass der Beton aufgrund der Verarbeitung von Ostseekies mit Anteilen von Feldspat und Feuerstein mit dem verwendeten Zement zur Alkalireaktion (AKR) neigt. Dieses zerstört die Festigkeit des Betonsund führt zur Korrosion der Bewährung. Um die Reaktion aufzuhalten werden aufwändig die Betonoberflächen mit bis zu

Toreinbau Tieflader Toreinbau Tieflader Toreinbau Tieflader

2.500 bar abgetragen. Anschließend erfolgt der Auftrag eines abgestimmten Spezialmörtels der zukünftiges Alkalitreiben verhindern wird.

Der Stahlbau der Tore und deren Antriebe hatten ihr geplantes Lebensende erreicht und werden ersetzt. Die Seile, die Seilrollen und deren Unterbau wurden konstruktiv verbessert, sodass der Trogwasserspiegel wieder auf 3,50 m erhöht werden konnte. Die Antriebstechnik auf den Trögen mit seiner Sicherheitstechnik wurde instand gesetzt. Die Tröge und deren Vorlandbrücken erhalten einen neuen Korrosionsschutz.

Insgesamt werden 48.000 m² Betoninstandsetzung durchgeführt, 33.000 m² Korrosionsschutz erneuert, 26 km Seile ausgetauscht und 700 t Stahl- und Maschinenbau erneuert.
Zur Aufrechterhaltung der Schifffahrt werden sämtliche Arbeiten an den Anlagen wechselseitig durchgeführt.

Spindelkopf Spindelkopf Spindelkopf